Gutes Leben, schlechtes Leben – Irene Diwiak: Malvita

„Malvita“ – ein treffender Titel für einen höchst unterhaltsamen Roman. Denn was soll das überhaupt sein, ein „schlechtes Leben“? Und woran macht man das fest? Die italienische Familie, die Protagonistin Christina in Irene Diwiaks neuem Roman besucht, lebt nach den klassischen Kriterien wohl ein gutes Leben: Sie haben Geld wie Heu, ein riesiges Haus, in … Mehr Gutes Leben, schlechtes Leben – Irene Diwiak: Malvita

Zerbrochen – Rachel Cusk: Danach. Über Ehe und Trennung

Rachel Cusks unaufgeregte Romane „Outline“, „Transit“ und „Kudos“ zeichnen sich durch die gute Beobachtungsgabe der Autorin aus. Sie entwickeln einen Sog nicht durch eine handlungsreiche Geschichte, sondern durch die klugen Gedanken und das Verhalten der Protagonistin. Cusk lässt stets Leerstellen. Es geht dabei um das Erzählen von Geschichten, um die Frage nach Wahrheit und Fiktion. … Mehr Zerbrochen – Rachel Cusk: Danach. Über Ehe und Trennung

Die Verbindung von Schwestern – Alix Ohlin: Robin und Lark

In diesem Frühjahr erschienen gleich drei Romane, die sich mit der Beziehung von Schwestern auseinandersetzen: Da ist einmal Liz Moores spannender und dramatischer Roman „Long Bright River“ (wie „Robin und Lark“ bei C.H. Beck erschienen), den ich wie atemlos gelesen habe. Und Katya Apekinas „Je tiefer das Wasser“ (Suhrkamp), der zwar noch einige Figuren mehr … Mehr Die Verbindung von Schwestern – Alix Ohlin: Robin und Lark

Nostalgietrip – Thorsten Nagelschmidt: Der Abfall der Herzen

Thorsten Nagelschmidts Roman „Der Abfall der Herzen“ mag ich zumindest zum Teil aus sentimentalen Gründen. Wahrscheinlich steckt auch in mir eine Nostalgikerin, wie in der Hauptfigur des Romans, Thorsten, der sich wie der Autor Nagel nennt. Es gibt biographische und geographische Ähnlichkeiten mit ihm: Wir sind im gleichen Alter und nicht weit voneinander entfernt aufgewachsen. … Mehr Nostalgietrip – Thorsten Nagelschmidt: Der Abfall der Herzen

Selbsterniedrigung und Wahn – Elena Ferrante: Tage des Verlassenwerdens

Nach dem großen Erfolg der Neapolitanischen Saga (übrigens ein Begriff, den die Autorin nicht mag) hat der Suhrkamp Verlag in den letzten Jahren einige frühere Romane Elena Ferrantes herausgebracht, bevor dann, vermutlich im nächsten Jahr, die Übersetzung ihres neuesten Romans bei uns erscheinen wird, der in Italien in diesem Herbst herauskam. Ich habe mich vor … Mehr Selbsterniedrigung und Wahn – Elena Ferrante: Tage des Verlassenwerdens