Wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt – Fiona Mozley: Elmet

Der Zufall wollte es, dass ich innerhalb von wenigen Wochen drei Romane gelesen habe, die abseits spielen, in abgelegenen Gegenden, wo die Zeit langsamer voranzuschreiten scheint. Wo Menschen leben, die die Einsamkeit suchen oder sich zumindest mit ihr arrangieren, die sich wenig um das scheren, was gemeinhin als „normal“ bezeichnet wird. Doch die Romane unterscheiden … Mehr Wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt – Fiona Mozley: Elmet

Die Idylle trügt – Olga Tokarczuk: Gesang der Fledermäuse

Olga Tokarczuks „Gesang der Fledermäuse“ aus dem Jahr 2009 war meine erste Begegnung mit dem Werk der polnischen Literaturnobelpreisträgerin. Ihr ist damit ein vielschichtiger Roman gelungen, der sich nur schwer kategorisieren lässt – und das macht ihn zu etwas Besonderem. Zu Beginn lernen wir die Ich-Erzählerin Janina kennen. Die ältere Dame gilt als verschroben und … Mehr Die Idylle trügt – Olga Tokarczuk: Gesang der Fledermäuse

Von inneren Dämonen und einem Mord ohne Leiche – Ottessa Moshfegh: Der Tod in ihren Händen

Vesta Guhl ist Anfang 70 und lebt seit einiger Zeit allein und abgeschieden mit ihrem Hund in einem Haus am Wald. Beim morgendlichen Spaziergang entdeckt sie eines Tages einen Zettel, auf dem steht: „Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche.“ Allerdings gibt es von dieser Leiche … Mehr Von inneren Dämonen und einem Mord ohne Leiche – Ottessa Moshfegh: Der Tod in ihren Händen

Gelebte Melancholie – Jon Fosse: Der andere Name

Jon Fosses „Der andere Name“ war meine erste Begegnung mit dem Werk des Autors, der vor allem in Norwegen, aber auch bei uns bekannt ist für seinen reduzierten Stil. Zum Norwegen-Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr brachte der Rowohlt Verlag mit „Der andere Name“ die ersten beiden Teile einer Heptalogie heraus. Ich gestehe, dass … Mehr Gelebte Melancholie – Jon Fosse: Der andere Name

Außenseiter – Alain Claude Sulzer – Unhaltbare Zustände

Meine erste Begegnung mit einem Roman des Schweizer Schriftstellers Alain Claude Sulzer hatte ich 2015, als sein Roman „Postskriptum“ veröffentlicht wurde. Eine Geschichte rund um Emigration zur Zeit des Nationalsozialismus und die Folgen, die solch ein erzwungenes Verlassen der Heimat für einen Künstler haben kann. Die Stärke Sulzers, ebenso leise wie eindringlich ein sehr persönliches … Mehr Außenseiter – Alain Claude Sulzer – Unhaltbare Zustände