Von inneren Dämonen und einem Mord ohne Leiche – Ottessa Moshfegh: Der Tod in ihren Händen

Vesta Guhl ist Anfang 70 und lebt seit einiger Zeit allein und abgeschieden mit ihrem Hund in einem Haus am Wald. Beim morgendlichen Spaziergang entdeckt sie eines Tages einen Zettel, auf dem steht: „Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche.“ Allerdings gibt es von dieser Leiche … Mehr Von inneren Dämonen und einem Mord ohne Leiche – Ottessa Moshfegh: Der Tod in ihren Händen

Was am Ende wichtig ist – Delphine de Vigan: Dankbarkeiten

Michka hat Probleme, sich Dinge zu merken. Sie glaubt, wichtige Gegenstände zu verlieren und hat Alpträume. Vor allem aber leidet sie an einer Aphasie,  verliert ihre Sprache, erinnert sich zwar noch an den Klang von Wörtern, verwechselt sie aber mit anderen, die ähnlich klingen. Marie, eine jüngere Frau, um die sich Michka früher gekümmert hat, … Mehr Was am Ende wichtig ist – Delphine de Vigan: Dankbarkeiten

Lob der Alltäglichkeit – Stewart O’Nan: Henry persönlich

Vor acht Jahren erschien Stewart O’Nans hinreißender Roman „Emily allein“, in dem der amerikanische Autor das unspektakuläre Leben einer 80-jährigen Witwe beschrieb. Die Kinder längst aus dem Haus, der Hund gibt ihrem Leben Struktur, sie trifft ihre Schwägerin. So vergehen die Tage. In seinem neuesten Roman hat O’Nan die Zeit nun ein paar Jahre zurückgedreht, … Mehr Lob der Alltäglichkeit – Stewart O’Nan: Henry persönlich

Alles ist im Fluss – Knut Ødegård: Die Zeit ist gekommen

In Knut Ødegårds Gedichtband „Die Zeit ist gekommen“ ist das übergeordnete Thema die Zeit. Die Zeit, die vergeht, die nicht aufzuhalten ist, was manchmal begrüßenswert ist und manchmal ängstigt, und die sich einteilen lässt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Band beginnt mit Kindheitserinnerungen, und diese Erinnerungen sind wie kleine Geschichten, verschwimmen zu Prosa, sie … Mehr Alles ist im Fluss – Knut Ødegård: Die Zeit ist gekommen

Außenseiter – Alain Claude Sulzer – Unhaltbare Zustände

Meine erste Begegnung mit einem Roman des Schweizer Schriftstellers Alain Claude Sulzer hatte ich 2015, als sein Roman „Postskriptum“ veröffentlicht wurde. Eine Geschichte rund um Emigration zur Zeit des Nationalsozialismus und die Folgen, die solch ein erzwungenes Verlassen der Heimat für einen Künstler haben kann. Die Stärke Sulzers, ebenso leise wie eindringlich ein sehr persönliches … Mehr Außenseiter – Alain Claude Sulzer – Unhaltbare Zustände