#Indiebookday 2019

Heute ist wieder Indiebookday. In letzter Zeit sind die unabhängigen, kleinen Verlage wieder einmal näher in mein Bewusstsein gerückt, nicht zuletzt, weil ich auf der Buchmesse einige interessante Entdeckungen gemacht habe, aber auch, weil es mich gerade besonders reizt, abseits des literarischen „Mainstream“ zu lesen. Hier einige Bücher, die schon bereitliegen und die ich hier in den nächsten Wochen besprechen möchte.

Ich habe einmal sehr gern Lyrik gelesen und bin davon, warum auch immer, ganz abgekommen. Zeit, das zu ändern! Der Band „Gedichte erinnern eine Stimme“ von Sigurdur Pálsson erschien im Elif Verlag. Schon die Aufmachung ist wunderschön. Pálsson verfasste diese Gedichte kurz vor seinem Tod, sie beschäftigen sich mit Leben und Tod, mit den Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft. Die Ausgabe ist zweisprachig, links befindet sich jeweils das isländische Original, rechts die Übersetzung von Jón Thor Gíslason und Wolfgang Schiffer.

Von Sarah Moss habe ich bereits mit Begeisterung „Zwischen den Meeren“ gelesen, eine ganz und gar unkitschige Liebesgeschichte aus dem 19. Jahrhundert, obwohl die Aufmachung anderes erwarten lässt. Neu im Mare Verlag ist nun „Gezeitenwechsel“ erschienen, ein Roman, der in der Gegenwart angesiedelt ist. Ausgangsszenario ist der eine Anruf, der das Leben einer Familie verändert wird – oder zumindest verändern könnte.

Tod in Connecticut“ von Wilson Collison erschien im Louisoder Verlag und ist eine Wiederentdeckung aus dem Jahr 1931. Es geht um eine attraktive junge Millionenerbin, die sich in einen verheirateten Mann verliebt. Sie pfeift auf alle Regeln, versucht aber dennoch, sich aus der Beziehung mit Arthur zurückzuziehen, um sein geordnetes Leben nicht durcheinander zu bringen. Das klappt natürlich nicht so einfach.

Ottessa Moshfeghs neuester Roman „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“ aus dem Liebeskind Verlag war eines der Highlights des letzten Jahres für mich. Daher steht fest, dass ich auch ihre früheren Romane lesen muss. Mit „Eileen“ habe ich schon begonnen. Eileen ist eine eher unscheinbare junge Frau, die 1964 in einer Justizvollzugsanstalt arbeitet und durch eine neue Kollegin in ein Verbrechen hineingezogen wird.

Bisher nur auf dem Wunschzettel, dafür dort aber ganz oben steht der Roman „T. Singer“ des norwegischen Autors Dag Solstadt, im Dörlemann Verlag erschienen. Es geht um die Beziehung T. Singers, eines Bibliothekars, zu Merete, einer Töpferin, die im Laufe der Jahre zu bröckeln beginnt, ehe dann durch ein unerwartetes Ereignis alles einen anderen Lauf nimmt. „T. Singer“ erschien im Original schon 1999 und passt natürlich auch ganz wunderbar zum diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse Norwegen.

Und nun viel Spaß bei der Lektüre dieser oder weiterer Bücher aus kleinen, unabhängigen Verlagen!

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