Die indische Mutter – Ernest van der Kwast: Mama Tandoori

Auf dem Buchumschlag wird Ernest van der Kwasts Debütroman aus dem Jahre 2010 als „Autobiographischer Roman“ bezeichnet, was immer genau das heißen soll. Von van der Kwast sind in Deutschland bereits recht erfolgreich die später entstandenen Romane „Fünf Viertelstunden bis zum Meer“ und „Die Eismacher“ erschienen. „Mama Tandoori“ ist meine erste Begegnung mit dem Autor. … Mehr Die indische Mutter – Ernest van der Kwast: Mama Tandoori

Weiterziehen – Hala Alyan: Häuser aus Sand

„Häuser aus Sand“, im Original „Salt Houses“, Titel des Debütromans der jungen palästinensisch-amerikanischen Autorin Hala Alyan, ist zugleich ein sehr passendes Bild, das im Prinzip zum kompletten Roman passt. Alle Protagonisten der Familie, die im Mittelpunkt des Romans steht, sind Heimatlose, die von Ort zu Ort ziehen, deren Häuser eben nur vorübergehend ihre sind. Alyan, … Mehr Weiterziehen – Hala Alyan: Häuser aus Sand

Aus dem Leben eines stillen Superstars – Haruki Murakami: Von Beruf Schriftsteller

Eigentlich ist Haruki Murakamis Essaysammlung, die erstmals 2015 und in Deutschland 2016 erschien, keine Anleitung zum Bücher- bzw. Romaneschreiben, keine Guideline an angehende Autoren, obwohl man das denken könnte. Vielmehr ist der Band eine Mischung aus autobiographischen Texten und Beobachtungen des Literaturbetriebs und der Personen, die dort agieren. „Von Beruf Schriftsteller“ gliedert sich in elf … Mehr Aus dem Leben eines stillen Superstars – Haruki Murakami: Von Beruf Schriftsteller

Das Geschlecht in der Kunst – Siri Hustvedt: Die gleißende Welt

Siri Hustvedt nennt die Heldin in ihrem 2014 erstmals erschienenen Roman „Die gleißende Welt“ Harriet Burden und wählt damit einen gleich in zweifacher Hinsicht sprechenden Namen. Zunächst einmal ist da die Assoziation zur Bürde, die die Heldin zweifelsohne trägt, und außerdem wird Harriet von ihren Freunden und Verwandten oft mit der maskulinen Version ihres Namens … Mehr Das Geschlecht in der Kunst – Siri Hustvedt: Die gleißende Welt

Sehnsuchtsort – Jalid Sehouli: Marrakesch

Jalid Sehouli wurde 1968 im Berliner Stadtteil Wedding geboren, er wuchs mit drei Geschwistern auf und machte früh eine Erfahrung, die die Weichen für seinen späteren Lebensweg stellen sollte: Nach einem Verkehrsunfall verbrachte er mehrere Monate im Krankenhaus, eine schmerzliche, aber auch prägende Zeit, denn er entdeckte, dass er Arzt werden wollte. Der Beruf des … Mehr Sehnsuchtsort – Jalid Sehouli: Marrakesch