Das Leben durcheinander gewirbelt – Hanns-Josef Ortheil: Der Typ ist da

Mia, Xenia und Lisa leben in Köln in einer WG. Sie sind eigentlich keine engen Freundinnen, verstehen sich aber gut. Mia hat im Rahmen ihres Studiums vor kurzem ein Austauschjahr in Venedig verbracht und vor ihrer Abreise Zettel mit ihrer Adresse verteilt, im Innern davon überzeugt, dass ihren Einladungen doch niemand folgen würde. Dennoch steht … Mehr Das Leben durcheinander gewirbelt – Hanns-Josef Ortheil: Der Typ ist da

Ein Abbild Indiens – Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks

Wenn jemand wie Arundhati Roy, die seit 20 Jahren keinen Roman veröffentlicht hat und deren Erstling „Der Gott der kleinen Dinge“ schon fast so etwas wie ein moderner Klassiker ist, wenn so jemand einen neuen Roman veröffentlicht, sind die Erwartungen groß. Vergleiche mit ihrem Debütroman stellen sich automatisch ein, doch „Das Ministerium des äußersten Glücks“ … Mehr Ein Abbild Indiens – Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks

Kriegsalltag – Anuk Arudpragasam: Die Geschichte einer kurzen Ehe

Es gibt keine Schonfrist. Gleich auf der ersten Seite: ein sechsjähriger Junge, der schon ein Bein verloren hat, bei der Explosion einer Landmine, und der nun auch seinen rechten Arm verlieren wird. Der Leser wird Zeuge der Amputation, die ausführlich beschrieben wird. Es gibt keine Betäubung, der Arzt führt die Operation ruhig und ohne das … Mehr Kriegsalltag – Anuk Arudpragasam: Die Geschichte einer kurzen Ehe

Angekommen – Deborah Feldman: Überbitten

Das jiddische Wort „iberbeten“, zu deutsch „überbitten“, beschreibt ein jüdisches Ritual des Friedenschließens, des Barmherzigseins. Es ist die Überzeugung, dass ein Verzeihen dem anderen gegenüber von vornherein gar nicht nötig sei, da dieser sich nichts hatte zuschulden kommen lassen. Dennoch versichert man sich demjenigen gegenüber, um sicher zu gehen, dass einem verziehen wird, auch und … Mehr Angekommen – Deborah Feldman: Überbitten